AMD streicht die beiden Dual-Core-Prozessor-Kerne mit Codenamen
Kuma und
Agena FX Gerüchten von
HKEPC mit Bezug auf Mainboard-Hersteller zufolge wohl kurzfristig von der Roadmap. Ursprünglich wurden die Kerne im zweiten Halbjahr erwartet, doch scheint sich AMD lieber um seine neue K10-Generation auf Basis der 45-nm-Strukturen zu kümmern.
Kuma war eigentlich als Dual-Core-Phenom als Nachfolger des
Brisbane alias Athlon 64 X2 vorgesehen, der bereits 2007 mit zwei Kernen im Mainstream-Markt startete. Die Neuerungen des Refresh-Chips beschränken sich auf einen größeren L2-Cache und die Unterstützung des neueren Sockels AM2+. Angesetzt war Kuma eigentlich für den Mainstream-Markt, doch scheint für das neue Modell die Nachfrage nicht sonderlich groß zu sein.
Ähnliches könnte auch beim
Agena FX der Fall sein, der sich nur unwesentlich vom
Agena unterscheidet und als Phenom FX mit vier Kernen den Highend-Markt unsicher machen sollte. Denkbar ist hier allerdings auch, dass AMD mit 65 Nanometern nicht die notwendigen Taktraten erreichen konnte, um sich überhaupt vom Phenom X4 abzugrenzen, der ja bereits jetzt in seinen schnellsten Ausführung im Betrieb im thermischen Rahmen bis zu 140 Watt eingeordnet wird.
Damit stehen laut letztem
Roadmap-Stand bei AMD endgültig nur noch die 45-nm-Prozessoren auf dem Programm, die man für Ende 2008 in Form des
Deneb mit vier Kernen und Propus mit drei Kernen erwartet.
Technologisch interessant wird es wohl schließlich erst 2009, wenn AMD seine ersten Kerne mit DDR3-Speicher-Interface bestückt und auf den neuen Sockel AM3 umsteigt. Bis dahin hat man möglicherweise auch genügend Erfahrung mit der 45-nm-Technik gesammelt, um die CPUs auch durch den Takt entsprechend nach unten abzugrenzen.
Update:
Dementi von AMD zu Prozessor-Streichung[rl]