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 Intel erweitert Atom-Plattform auf Nettops und Netbooks

Internet | 03.06.2008, 09:00
Zu Beginn der Computex in Taipeh, die von heute bis zum 7. Juni stattfindet, stellte Intel die Atom-Prozessoren oberhalb der vor zwei Monaten vorgestellten Atome für Mobile Internet Devices (MIDs) vor. Zugleich zementiert Intel in Marketing-Formulierung die beiden anderen Ausdrücke Netbooks und Nettops.

Laut Intel Definition stellen MIDs portable Hosentaschengeräte dar, die letztlich nur für einen Internetzugang mit kleinen Displays herhalten müssen. Als Netbooks werden die Mini Notebook-Systeme a la ASUS EeePC bezeichnet, die mit 7-10" Displays preisgünstig sein sollten. Nettops sind dagegen die Desktop-Varianten, also ultra-günstige PCs ohne Akkus in winzigen Gehäusen, an die ein separater Monitor, Tastatur und Maus angesteckt wird.

Die neuen Atom-Prozessoren waren bislang unter dem Codenamen Diamondville bekannt, während die MID-Varianten Silverthorne hießen. An der Architektur hat sich nichts geändert, es handelt sich immer noch um 45 nm-Single Cores mit Hyper Threading. Vorerst gibt es je ein Modell für Netbooks und Nettops.

Ersteres findet sich unter dem Namen "Atom N270". Dieser taktet mit 1,6 GHz und verzichtet auf den C6-Schlafmodus. Als Resultat steht eine TDP von 2,5 W (im Gegensatz zu den Z5x0 mit maximal 2,4 W, allerdings bei 1,86 GHz) und einer Average Power von 0,6 W (vgl. zu 0,22 W). Auch das Package ist mit 22 x 22 mm² etwas größer.

Der dazu passende Chipsatz mit integrierter Grafik entstammt der 945er-Generation und damit der vor den aktuellen Santa Rosa-Centrinos. Die Northbrige 945GSE wird mit der ICH7M-Southbridge verbunden und soll mit 4W bzw. 1,5 W auskommen. Sie enthält eine integrierte Grafik, von der allerdings keine Wundertaten für Spiele oder HD Wiedergabe zu erwarten sind, wie schon ein Coretakt von 133 MHz zeigt. Als Speicher wird ein DDR2-400/533 SO-Modul zusätzlich zu einem aufgelöteten Speicher unterstützt. Zusammen sind so bis zu 2 GB in Single-Channel Konfiguration möglich. Preislich liegen die CPU bzw. der Chipsatz bei 44 respektive 36 US-$ im OEM-Geschäft.

Im Nettop-Segment heißt der Prozessor Atom 230, der Chipsatz 945GC. Die CPU kennt hier gar nur C0 und C1 als Sleepstates, was zu einer TDP von 4 W führt, aber im Desktopeinsatz kein größeres Problem darstellt. Zusammen mit dem Chipsatz kommen dann 12 bis 26 W TDP zusammen. Ansonsten sind die Parameter mit 1,6 GHz und identischem Package gleich zum N270. Preislich sind 29 bzw. 20 US-$ (CPU bzw. Chipsatz) zu veranschlagen.

Im Laufe der Messe werden wohl zahllose Designs basierend auf den Atom-Plattformen zu sehen sein, es wird interessant sein zu sehen, wer damit wann den Markt in Stückzahlen erreicht. Die Gerüchte um Lieferschwierigkeiten stehen weiter im Raum.

[tm]



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