Bereits 2005 hatte AMD gegen Intel eine Klage beim Gericht in Delaware und dabei angezeigt, dass Intel seiner Stellung im Markt dazu ausgenutzt hat um sich bei der Herstellung von Fertig-PCs bevorzugen zu lassen. Jetzt hat AMD ein Dokument bei dem Gericht eingereicht, welches beweisen soll, dass Intel Herstellern wie Acer, Dell oder IBM unter Druck gesetzt haben soll um so die eigenen Produkte noch stärker im Markt einzubringen und den Konkurrenten AMD zu verdrängen.
Wie das Magazin
Wall Street Journal berichtet, beinhaltet das Dokument knapp 108 Seiten, welche aber stark geschwärzt wurden um Firmengeheimnisse zu schützen, und beinhaltet vor allem E-Mails zwischen Intel und den Herstellern. Zusammengefasst wurde das Dokument aus 200 Millionen Seiten, welche Intel dem Kläger AMD zur Einsicht zur Verfügung stellen musste. Bisher dementiert Intel jedoch weiterhin alle Vorwürfe.
Damit gerät Intel weiter unter starken Druck, denn neben der Klage in Delaware liegen noch einige weitere Klagen vor, welche Intel die Ausnutzung ihrer Monopolstellung vorwerfen. So wird ebenso in
New York ermittelt und auch die
EU befasst sich mit diesem Thema. Die Bundesregierung hat schon vor vier Jahren bei der Ausschreibung ihrer IT-Projekte versucht AMD fairer zu berücksichtigen und in Japan hat Intel hohe Auflagen bekommen, nachdem dort ermittelt wurde.