Sitemap     Kontakt     Impressum     Ausrichtung  
Aktuelle Hardware Nachrichten bei HardTecs4U

 Die Wahrheit über Videospiele?

Software | 05.05.2008, 09:29
Nach den Amokläufen in den USA wie auch in Deutschland waren die Computerspiele, allen voran Egoshooter und Spiele mit gewalttätigen Inhalten, in das Visier der Politik und damit in Verruf geraten. Doch eine neue Studie der Universität Harvard widerlegt diese Behauptungen und zweifelt die Ergebnisse der meisten vorherigen Studien massiv an.

Das Forscher-Ehepaar Lawrence Kutner und Cheryl K. Olson hatte im Jahr 2004 mit der von dem Justizministerium und den Republikanern finanzierten Studie begonnen und veröffentlichte ihre Ergebnisse in Buchform unter dem Titel "Grand Theft Childhood: The Surprising Truth About Violent Video Games and What Parents Can Do". Die Ergebnisse bestätigen auf der einen Seite Dinge, die wohl allen Gamern selber bekannt sind. So folgt aus übermäßigen Konsum der Videospiele, dass die Leistung in der Schule absackt und es vermehrt zu Problemen kommt. Auch im Elternhaus kann der Konsum zu Probleme führen, was häufig auf ein Nichtverständnis der Eltern zurück zu führen ist sowie auf den Leistungsabfall in der Schule.

Was die Studie aber auch zu Tage geführt hat ist, dass Computerspiele, vor allem Online-Spiele, nicht zu sozialer Ausgrenzung führen. Ganz im Gegenteil sagte das Forscher-Ehepaar in einem Interview mit dem Spiegel, dass “Nichtspielen heute zu Tage als Zeichen fehlender Sozialkompetenz“ gedeutet werden kann. Viel wichtiger ist aber das Ergebnis der Studie, welches keinen Zusammenhang zwischen Computerspielen und Amokläufen herstellen konnte.

Diese Ergebnis widerspricht natürlich allen Experten und Politikern. So ist es kaum verwunderlich, dass die Finanzierer der Studie, welche gerne gesehen hätten, dass “GTA“ Jugendliche gefährdet, mit dieser nicht zufrieden waren. Das Ehepaar erklärt die abweichenden Resultate besonders dadurch, dass unter völlig falschen Voraussetzungen mit den Probanden gearbeitet wurde. So sei die künstliche Umgebung, die Tatsache dass gerade mal 15 Minuten im Schnitt gespielt werde, was allein zum erlernen der Steuerung schon benötigt wird, und die Tatsache, dass die Probanden häufig gar nicht aus der Szene stammten verantwortlich für die Fehlerhaftigkeit. Ein weiteres Problem sei, dass die Wissenschaftler meist keine Kenntnis über Computerspiele haben und auch die völlig falschen Spiele gegenüber stellen. So gab es Studien in denen das Verhalten von Spielern eines Egoshooters mit dem Verhalten eines Adventure-Spielers verglichen wurde.

Die Studie aus Harvard hatte im Unterschied zu bisherigen Studien einen anderen Ansatz. So befasste man sich mit 1200 Probanden, welches eine Größe darstellt, die es in vorherigen Studien noch nicht gegeben hat. Zudem wurde sowohl darauf geachtet, dass die getesteten Personen aus den unterschiedlichen sozialen Schichten kommen, als auch auf die Unterscheidung zwischen den Geschlechtern. Dabei zeigten die Ergebnisse, dass männliche Jugendliche häufiger Spiele mit sozialen Kontakten spielen, während Mädchen sich eher alleine an ein Spiel begeben. Interessant für Kutner und Olson war es auch, dass “GTA“ nach den “Sims“ das zweit beliebteste Spiel bei den weiblichen Probanden war, obwohl man gewalttätige Spiele bisher eher den Jungen zugesprochen hatte.

Natürlich werden die Ergebnisse von Kutner und Olson bei den Kollegen scharf kritisiert. Neben Vorwürfen der systematischen Diskreditierung werden auch sachliche Vorwürfe gemacht. So soll die Studie mehrheitlich auf einer Befragung von spielbegeisterten Jugendlichen beruhen, die natürlich versucht hätten möglichst Positiv darüber zu sprechen. Auch seien die Formulierungen in der Studie so gewählt, dass der Leser den Eindruck bekommt, dass manche positiven Entwicklungen bei Kindern nur durch Videospiele erreicht werden könnten.

Und so findet das Thema wohl auch mit dieser Studie noch kein Ende, was man aber auch nicht erwarten konnte. Dennoch lässt sich aus Sicht der Gamer endlich mal ein positives Ergebnis zeigen, welches nicht von der Spielindustrie finanziert wurde. Zudem dürfte damit einiges neu diskutiert und hinterfragt werden, was hoffen lässt, dass Computerspiele vielleicht doch nicht pauschal als Förderer der Gewalt abgetan werden.
[dk]

Nachricht kommentieren



Social Bookmarking
Add to: Mr. Wong Add to: Webnews Add to: Yigg Add to: Yahoo Add to: Google Add to: Technorati


Werbung


Aktuelle Hardware Nachrichten bei HardTecs4U


[nach oben ]
Impressum - Kontakte - Rechtliche Hinweise

Copyright © 2000 - 2008 HardTecs4U - Alle Rechte vorbehalten.
HT4U und HardTecs4U sind geschützte Markenzeichen

Werbung
 
Aktuelle Downloads
RightMark Audio Analyzer (6.1.1)

Opera (9.51)

Realtek HDA Audio-Treiber [2000 / XP / 2003] (R1.97)

Realtek HDA Audio-Treiber [Vista] (R1.97)

CPU-Z (1.46)

GPU-Z (0.2.5)

GeForce [XP32] (177.41 WHQL)

GeForce [XP64] (177.41 WHQL)

 
Preisvergleich
 

Werbung
 
Weitere Artikel
AMD Phenom Roundup

MSI N280GTX-T2D1G-Super OC (NVIDIA GeForce GTX 280)

Super Talent MasterDrive MX SATA-II 25 (Consumer SSD)

ASUS M70Sa (Full HD Notebook)

SteelSeries 7G Gaming Tastatur

Titan TTC-CSC88TZ Grafikkartenkühler

OCZ SATA II 2,5 Zoll SSD

Produktvorstellung: Gigabyte Geforce 9800 GX2