Ein neues Gesetz im US-Bundesstaat Virginia verpflichte die Schulen seine Schützlinge im sicheren Gebrauch des Internets zu unterrichten. Damit reagiert Virginia auf die letzten Studien, die bedenkliche
Ergebnisse gerade auch bei
Kindern im Umgang mit dem Internet zu Tage führten.
Schon letztes Jahr hatte es Initiativen in einigen Bundesländern wie zum Beispiel Maryland gegeben, die zu mehr Datensicherheit aber auch zu einer gesünderen Haltung vor dem Computer führen sollten. Jedoch waren diese Anforderungen nicht verpflichtend für die Schulen. Die neuen Richtlinien von Virginia sind deutlich schärfer und vor allem verbindlich. Wie die Zeitung
Washington Post berichtet, sehen die Richtlinien zwar keinen genauen Lehrplan vor, dafür sind aber genaue Lernziele abgesteckt. Vorrangig geht es dabei um den richtigen Umgang mit Passwörtern und dem Schutz vor sexuellen Übergriffen im Internet. Aber auch der Schutz vor Web-Inhalten mit Gewalt soll den Jugendlichen gelehrt werden. Letztlich wird als Lernziel auch noch die Unterscheidung zwischen legalen und illegalen Inhalten formuliert, was besonders im Interesse der Unterhaltungsindustrie liegt.
Der Tabakstaat schafft damit, als erstes Bundesland überhaupt, verbindliche Maßnahmen, die den Schutz und die Aufklärung von Kindern im Umgang mit dem Internet vorsieht und geht somit als gutes Beispiel voran. Denn schon lange fordern Wissenschaftler und Experten die Schulung der Heranwachsenden aber auch der Eltern im Umgang mit dem Internet, da dieses immer schneller wächst, aber einheitliche Kontrollen und Richtlinien über den Inhalt nicht vorhanden sind. Wie Erfolgreich das neue Unterrichtsfach sein wird, lässt sich an dieser Stelle nicht sagen, doch es ist ein erster und vor allem wichtiger Schritt.
[dk]