Der Halbleiterhersteller Qimonda fuhr im zweiten Quartal weiter deutliche Verluste ein und konnte sein Ergebnis nicht wie erhofft positiv beeinflussen. So erwirtschaftete das Unternehmen, das Infineon ausgegliedert hatte und zum Verkauf vorsieht, einen Verlust von 468 Millionen Euro. Im Vorjahr stand hier noch ein Gewinn von 85 Millionen Euro. Seitdem die Preise für Speicher sich im Sturzflug befinden, ist Qimonda nicht mehr in der Lage seine Kosten zu decken. Hoffnung auf gibt es erst mit der nächsten Speicher-Generation, bis dahin will man sich mit tiefgreifenden Einsparungen über Wasser halten.
Infineon hält weiterhin den größten Anteil an Qimonda, schrieb im Zuge der Verluste den Geschäftsteil jedoch mit rund einer Milliarden Euro ab. Ursprünglich sollte der Teil gewinnbringend an der Börse verkauft werden,doch seit dem Börsengang Mitte 2006 zu rund 11 Euro hatte die Aktie über 80 Prozent an Wert verloren und notiert nun nur noch unterhalb von zwei Euro.
Qimonda setzt derzeit große Hoffnung auf neue Speichertechnologie wie GDDR5 im Grafikbereich, die nicht mehr allzu ferner Zeit deutlich an Volumen zulegen dürfte. Außerdem hat man mit der
Buried-Wordline-Technik eine neue Konstrukionsform in der Hinterhand, durch die DRAM sparsamer im Energieverbrauch werden soll und eine höhere Speicherdichte erreicht. Erste Produkte auf dieser Basis sollen noch Ende diesen Jahres auf den Markt kommen.
[rl]