Der US-amerikanische Computerhersteller scheint einen Teil seiner Produktion auszulagern. Nachdem das Unternehmen seine Computer bisher in der Regel selbst zusammengebaut hat, beauftragte man nun nach Informationen der
DigiTimes den weltweit größten Hersteller Foxconn mit der Produktion vieler Desktop-PCs. Die Auslieferung dieser Modelle soll noch 2008 beginnen.
Damit verstärkt Dell sein Ziel, stärker Kosten einzusparen, indem fremde Unternehmen mit der Zusammenbau betraut werden, um auf günstige Weise die Kapazitäten zu vergrößern, um die gesteckten Wachstumsziele in der Zukunft erreichen zu können. Wichtig dürfte in diesem Zusammenhang aber besonders die Qualitätskontrolle und die Abstimmung beider Unternehmen aufeinander sein. So ist Dell dafür, die Computer erst bei Auftragseingang zu produzieren, sodass das Unternehmen mit extrem geringen Lagerhaltungskosten auskommt. Es dürfte daher besonders interessant sein, wie weit die Abstimmung zwischen Dell und Foxconn klappt, um auch weiterhin flexible Produktionsbedingungen vorzufinden.
Dell verkaufte im vergangenen Jahr rund 24 Millionen Computer und befindet sich damit gemeinsam mit Hewlett-Packard auf weltweit führender Position. Foxconn dürfte die Anforderungen durch Dell jedoch von allen Herstellern am besten erfüllen, da der Hersteller mit vielen Produktionsanlagen in China die größten Kapazitäten zur Verfügung hat und somit auch spontan auf größere Auftragseingänge reagieren kann ohne Verzögerungen im Ablauf zu riskieren.
[rl]