Erst kürzlich
berichteten wir über die Berechnungen der NPD Group zu den Verkaufszahlen von Blu-ray Playern und HD-DVD Playern. Jetzt relativierte aber der Vizepräsident Steven Baker diese Zahlen.
Nach Angaben der NPD Group hat es in der zweiten Januarwoche mehrere Verkaufsaktionen gegeben, wodurch die Zahlen nach oben gedrückt wurden. So wurde zum Beispiel in einigen Märkten den Kunden beim Kauf einen HD-fähigen Fernseher ein Blu-ray Player kostenlos dazu gegeben. Es wurden aber noch wesentlich mehr derartige Aktionen durchgeführt. Dies legt die Vermutung nahe, dass die Verkaufszahlen künstlich in die Höhe getrieben wurden, um so Punkte im Streit um den besseren Standard gegenüber HD-DVD zu holen.
Dies erscheint bei näherer Betrachtung sogar denkbar, überlegt man das Toshiba ziemlich genau zum selben Zeitpunkt die Preise ihrer HD-DVD Player drastisch
gesenkt hatte. Auch hier ging es nur darum, die Verkaufszahlen in die Höhe zu treiben, denn beide Lager kämpfen im Prinzip um die Gunst der noch unentschiedenen Hollywood-Studios. Während Warner sich bereits auf die Seite von Blu-ray gestellt hat, hat das HD-DVD-Lager Paramount im Boot. Zwar liegt Blu-ray zur Zeit etwas weiter vorne im Rennen, aber wirklich entschieden ist noch nichts.
Doch der eigentliche Verlierer in diesem Streit ist der Kunde. Denn dieser will einfach nur Abends zwei Stunden bei einem Film in bester Qualität entspannen. Doch kann er sich nicht für einen Player entscheiden, weil er sonst gewisse Filme einfach nicht sehen könnte — zumal es kaum Kombigeräte gibt und die Anschaffung gleich beider Player wirkt nicht nur ein wenig absurd, sondern würde vor allem einiges kosten. So bleibt nur zu hoffen, dass diese Farce endlich ein Ende hat, damit die Kunden sich wieder voll und ganz ihren Filmen hingeben können.
Autor: Daniel
[rl]