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 AMD stellt ATI Radeon HD 3400 und 3600 Serien vor

Grafik | 23.01.2008, 18:05
Am heutigen Tag stellt AMD seine neuen Einsteiger- und Mittelklasse-Grafikkarten vor. Die Karten der ATI Radeon HD 3400-Serie ersetzen die bisherige HD 2400-Serie, die Modelle der HD 3600-Serie die HD 2600-Generation. Wie schon die Modelle der Radeon HD 3800-Generation werden auch die neuen Karten in 55 nm-Strukturgrößen gefertigt.

Die höherwertige Serie besteht aus zwei Varianten der HD 3650. Die Grafikkartenhersteller können den mit 725 MHz getakteten Grafikprozessor entweder mit 256 MB GDDR3 (800 MHz) oder mit 256 MB, 512 MB oder 1 GB GDDR2 (500 MHz) koppeln. Das Speicherinterface ist 128 Bit breit. Preislich sollen die Karten um bzw. unter 100 Euro liegen. In der Architektur stehen 24 Shader, vier ROPs sowie acht TMUs zur Verfügung.

Auch von der kleineren Serie gibt es zwei Modelle, die auf den Namen Radeon HD 3450 und 3470 hören. Beide haben ein 64 Bit Speicherinterface. Der 800 MHz Core der 3470 wird mit 256 MB GDDR3 (950 MHz) verbunden, der 600 MHz-Core nur mit ebenfalls 256 MB großem GDDR2 (500 MHz). Zur Berechnung stehen acht Shader, vier ROPs und ebenfalls vier TMUs zur Verfügung. Preislich sollten die Karten zwischen 40 und 65 Euro liegen, dabeisoll es von den 34x0-Serien auch Low-Profile-Karten für flache Gehäuse geben.

Beiden Serien gemeinsam ist die Unterstützung von DisplayPort, der nächsten Grafikschnittstellen-Generation mit erhöhter Bandbreite gegenüber DVI. AMD hat nach eigenen Angaben seine UVD-Engine überarbeitet, so dass nun von allen Karten der Serie HDTV-Inhalte bis hinauf zu 1440p mit Hardwarebeschleunigung abgespielt werden können.

DirectX ist in der mit Windows Vista Service Pack 1 kommenden Version 10.1 integriert, CrossfireX für die Kopplung von bis zu vier Grafikkarten ebenso. Die kleineren 3400-Modelle können zusammen mit einem 780G-Chipsatz auch den "Hybrid Crossfire" Modus nutzen, in dem die ähnlichen Grafikcores eine höhere Grafikleistung erreichen. Der Nutzen davon ist allerdings fraglich. Ob der Gelegenheitsspieler den Leistungsunterschied bemerkt?

Leider unterstützt AMD mit der neuen Grafikkarten- und Chipsatzgeneration kein Feature ähnlich NVIDIAs Hybrid SLI, das die Abschaltung der kompletten Grafikkarte zuläßt. AMD behält dies den Notebook-Plattformen vor.

Die Preisgestaltung macht die Grafikkarten auf alle Fälle interessant. AMD hat nach eigenen Angaben bei den Taktfrequenzen noch ordentlich Luft gelassen, so dass damit zu rechnen ist, dass sich so mancher Boardhersteller durch übertaktete Grafikkarten zu differenzieren versucht. Aber selbst mit Standard-Takt sollen sich durch die geringe Leistungsaufnahme ohne großen Aufwand passive Kühllösungen herstellen lassen.

[tm]

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