Eigentlich müsste Intel sich ja keine Sorgen machen. Auf dem Bereich der integrierten (in den Chipsatz integrierten) Grafiklösungen ist man bei Absatz momentan noch deutlicher Spitzenreiter. Allerdings ist Intel dabei lediglich Spitzenreiter im Absatz, nicht aber bei der Leistung. Dass Intel dies aber durchaus interessiert, zeigt sich durch Meldungen über fast nun 12 Monate bezüglich eines sogenannten Larrabee-Projekts.
Schon seit einem Jahr hört man einiges über Intels Larrabee, unter anderem auch, dass der Hersteller hier sich um
fachgerechtes Potential aus diversen Zweigen bemüht. Der neue integrierte Grafikkern soll dabei wohl deutlich leistunsfähiger werden und mit ATI/AMD- bzw. NVIDIA-Pendants mithalten können. An diesen Prüfpunkten scheitert die Nr. 1 im integrierten Grafiksegment bislang weiterhin. Bisherige
Gerüchte unterstellten gar, dass das Larrabee-Projekt mit dem Einzug des Nehalem und dessen Architektur stattfinden könnte. Doch der Nehalem - ein Konstrukt aus CPU und GPU im 45nm-Prozess - wird bereits Ende diesen Jahres
erwartet und hat nach jüngsten Informationen wohl eher weniger mit dem Larrabee gemein.
In einer Konferenzschaltung zu den aktuellen
Intel-Quartalsergebnissen habe Intels Chef Otellini auf eine direkte Frage
ausgeführt, dass "Larrabee" noch immer im Zeitplan liege und man Ende 2009 oder Anfang 2010 damit rechnen könne. Und mit dieser Information können sich Hersteller von integrierten Grafiklösungen erst einmal wieder in Ruhe zurücklehnen und weiterarbeiten.
Fraglich bleibt dennoch der zeitliche Rückstand, welchen Intel hier derzeit im Bereich Leistung besitzt. Auch die Anforderungen an integrierte Lösungen werden anspruchsvoller und ein heute entwickeltes Projekt mag in knapp zwei Jahren nicht zwingend erfolgreich sein, eben gegen die bis dato erwachsenen Fortschritte bei den Mitbewerbern. Faktisch scheint Intel den aktuellen Fokus auf Nehalem zu legen - ein Produkt welches natürlich, bei erfolgreicher Einführung, gerade im Markt der integrierten Lösungen punkten könnte.