Der Software-Riese Microsoft will
scheinbar bis zum 15. Februar seine Spezifikationen zum Dateiformat DOC, XLS und PPT unter der sogenannten
Open Specification Promise offenlegen. Das Unternehmen
beschreitet diesen Weg im Rahmen einer geplanten OpenSource-Entwicklung zur Konvertierung der alten Typen in die neuen Formate DOCX, XLSX und PPTX. Sie basieren auf XML und kommen in den neuesten Versionen der Office-Suite als Standardformat zum tragen.
Bisher waren die Informationen zu Microsofts Dateiformaten zwar offiziell frei verfügbar und konnten bei Microsoft angefragt werden, doch beschränkt sich dieses Vorgehen Berichten zufolge eher auf größere Firmen wie Sun oder IBM, während kleinere Unternehmen von Microsoft kaum berücksichtigt wurden.
Das neue Projekt zur Konvertierung der Formate soll offenbar ab 15. Februar starten und unter die BSD-Lizenz gestellt werden, die es jedem ermöglicht, sich an der Entwicklung zu beteiligen. Offenbar will das Unternehmen dafür auf SourceForge zurückgreifen, um eine gemeinsame Entwicklung des Standards mit anderen Firmen zu gestatten.
Es ergibt sich damit Hoffnung, dass die alten Dateiformate damit von allen Office-Anwendungen doch noch fehlerfrei übersetzt werden können. Allerdings ist unklar, welche Versionen der alten Dateiformate überhaupt zugänglich gemacht werden sollen. Schon in der Vergangenheit bewies sich das öfteren, dass selbst DOC zwischen verschiedenen Office-Versionen nicht immer fehlerfrei konvertiert werden kann.
Wer unabhängig von Microsoft auf leicht lesbare Dokumenten-Formate zurückgreifen will, findet womöglich auch gefallen am OpenDocument-Standard, den zum Beispiel auch OpenOffice.org unterstützt. Weiterhin bieten sich für weniger aufwendige Dokumente Text-Formate wie das schlanke Rich-Text-Format (RTF) an, dass ebenfalls praktisch jede Textverarbeitung versteht.
[rl]