Mit der Übernahme des Datenbank-Management-Systems MySQL für einen Gesamtpreis von rund einer Milliarde US-Dollar ebnet sich Sun seinen Weg zum Informationsmanagement. Die OpenSource-Software, wurde bisher vom gleichnamigen schwedischen Unternehmen entwickelt, das ursprünglich sogar einen Börsengang erwogen hatte. Die Datenbank ist neben PostgreSQL und weiteren großen kommerziellen Systemen wie etwa von Oracle oder Microsoft angeboten eine beliebteste Basis zur Informationsverwaltung.
Berichten zufolge soll das System weiterhin im OpenSource-Gedanken gepflegt werden und damit im Quellcode für alle Interessenten zur Verfügung stehen. Damit unterstreicht Sun seine bisherigen Bestrebungen im quelloffenen Geschäft Fuß zu fassen. So hatte das Unternehmen unter anderem StarOffice freigegeben, das nun parallel als OpenOffice gepflegt wird.
Geld wird Sun wahrscheinlich durch seine globale Vertriebs- und Support-Struktur verdienen, die auf große Partner wie Dell, IBM oder Intel setzt. Damit entwickelt sich das Unternehmen &mash; ähnlich wie IBM als einst einer größten PC-Hersteller — langsam zum Dienstleister in Sachen Informationsmanagement und Softwareintegration und baut sich dadurch neue Standbeine im globalen IT-Geschäft auf.