Der Umsatz mit Festplatten soll bis 2011 auf rund 37 Milliarden US-Dollar ansteigen. Gleichzeitig soll die Zahl der ausgelieferten Einheiten jährlich um ein Drittel zulegen, sodass dann schließlich 675 Millionen Massenspeicher pro Jahr verkauft werden. Die IDC hatte bereits für 2007 ein
Wachstum von rund 30 Prozent auf insgesamt 270 Millionen Stück prognostiziert, nachdem 2006 rund 200 Einheiten verkauft wurden.
Wesentlicher Wachstumstreiber soll dabei laut
DigiTimes die digitale Unterhaltungsindustrie mit Musik und Videos sein, die im Endkunden-Bereich mit PCs und Notebooks, aber auch im Enterprise-Bereich für weiterhin steigenden Bedarf sorgen soll. Dennoch könne sich die Speicherindustrie auch weiterhin nicht vor individuellen Trends und neuen Technologien verschließen. Allein mit den neuen Solid-State-Disks (SSD) und Flash-Speichern sei der traditionelle Festplatten-Markt mit Magnetspeichern
wesentlich bedroht und dürfte in Zukunft deutlich in Bedrängnis kommen. Vorteile wie geringere Laufgeräusche und die niedrigere Empfindlichkeit gegenüber Erschütterungen bei gleichzeitig schnellerer Zugriffszeit versprechen hier erhebliches Potenzial. Mit wachsender Verbreitung dürften hier auch die hohen Gigabyte-Preise in den nächsten Monaten noch deutlich fallen.
Während der Preisdruck im Magnetspeicher-Geschäft über die Jahre extrem geworden ist und sich Hersteller regelmäßig mit neuen Kapazitäten überbieten, dürften besonders die vergleichweise hohen Margen im Flash-Geschäft die Konkurrenz noch anlocken. Zudem sinkt die Abhängigkeit von der Nachfrage nach mobiler Elektronik, wenn das Geschäft auf weitere Marktbereiche ausgeweitet wird.
[rl]