Der
AppleInsider hat von vertrauenswürdigen Quellen
erfahren, dass der Mac Mini in absehbarer Zeit eingestellt wird. Obwohl der äußerst kleine Computer seit seiner Vorstellung im Jahr
2005 ein sehr positives Echo hervorrief, da er unter anderem das günstigste Macintosh-System darstellt, wurde er seitens Apple eher wie das fünfte Rad am Wagen behandelt.
So verfügt er seit der
Umstellung auf Intel-Prozessoren nur noch über die recht beschränkte integrierte Chipsatzgrafik GMA 950 von Intel und wurde seitdem auch nicht mehr aktualisiert. Während die anderen Computer von Apple längst auf Core-2-Duo-Prozessoren aktualisiert wurden, kommen im Mini noch immer Core-Duo-CPUs zum Einsatz. Spätestens mit Vorstellung der Video-Streaming-Lösung
Apple TV, hinter der sich ein vollwertiger Computer mit Pentium-M-Prozessor und einem GeForce-Go-7300-Grafikchip verbirgt, dürfte das Todesurteil für den Mac mini gesprochen worden sein.
Anscheinend passt der Mini nicht in das Konzept von Apple, welche im Consumermarkt eigentlich immer auf Komplettsysteme gesetzt hat. Nach der Vorstellung von Apple hat man anscheinend einen iMac im Arbeitszimmer und im Wohnzimmer in Nähe des Fernsehers ein Apple-TV-Gerät stehen, über die man die Medieninhalte dann per LAN oder WLAN abruft. Der Mac Mini hat sich hingegen eher als Zweitsystem für Nicht-Mac-Nutzer verkauft, die die geringe Größe schätzen und so eine günstige Möglichkeit haben Mac OS X auszuprobieren. Zudem war er Grundlage für selbst zusammengestellte Media-Center.
Damit ereilt erneut ein innovatives Apple-Produkt, wie z.B. der PDA Newton oder das 12"-PowerBook, die Einstellung, welches vielleicht Grundlage für ein zukünftiges Marktsegment hätte sein können. Intel versucht seit einige Zeit mit der
VIIV-Kampagne solche Mini-Computer, welche auch im Wohnzimmer-Umfeld ihren Platz finden könnten, zu etablieren. Bis jetzt sind die Ergebnisse in diesem Bereich eher als mäßig bis nicht vorhanden einzuordnen. Der kurze Boom von Barebone-Systemen ist inzwischen vollständig abgeebbt. Festzustehen scheint, dass in Zukunft für den Einstieg in die Macintosh-Welt wieder mindestens 1000 Euro gezahlt werden müssen.
[ch]