Der Branchenverband Bitkom hat neueste Zahlen zur Verbreitung von Computern am Arbeitsplatz bekannt gegeben. Demnach nutzten 2007 rund 61 Prozent einen PC, während der Wert 2006 noch bei 56 Prozent und 2004 sogar nur bei 44 Prozent lag. Die Bitkom lobt diesen Umstand, weil er eine hohe Effektivität bescheinige und fordert im gleichen Atemzug wieder einmal eine stärkere Integration von Computern in Schulen. Fraglich ist allerdings, inwiefern ein Computer tatsächlich die Produktivität steigert und nicht vielleicht sogar vom Arbeiten abhält.
So sei mit der Verbreitung auch der Zuspruch von E-Mails gestiegen. Laut Forsa-Umfrage besitze jeder zweite eine berufliche E-Mail-Adresse. Interessant dürfte allerdings weniger der Besitz der Adresse, als vielmehr der praktische nutzen sein. So sind viele Mitarbeiter einen wesentlichen Teil ihrer Zeit damit beschäftigt, die Nachrichten zu sortieren und auszuwerten und zu beantworten. Insbesondere durch die hohe Anzahl an Spam dürfte hier noch reichlich Potenzial für mehr Übersicht bestehen. Fraglich ist auch, ob die Mails überhaupt für beruflich relevante Informationen genutzt werden. In vielen Unternehmen nutzen Mitarbeiter die elektronische Post gerne, um sich gegenseitig "lustige Präsentationen" oder Witze zuzusenden — was eher von der Arbeit abhalten dürfte, als sie zu beschleunigen.
Ein weiterer Punkt ist ebenfalls privates Surfen am Arbeitsplatz sowie überhaupt der Einsatz von Internet im Unternehmen. Computer an den richtigen Stellen genutzt, können auf jeden Fall Vorteile bringen. Probleme durch Anwendungsfehler, Datenverlust oder Software-Umstellungen können dagegen auch schnell das halbe Unternehmen still legen.
[rl]