Hatte die ASUStek-Tochter ASRock bislang ausschließlich den Low-Cost bzw. Einsteigerbereich im Mainboardsegment abgedeckt und dort mit teils sehr speziellen Entwicklungen sich einen Namen gemacht,
berichteten wir schon im November von Informationen, nach welchen ASRock 2008 beabsichtige seine Produktausrichtung neu zu orientieren. Rückläufige Umsatzzahlen im Einsteigerbereich, aber auch teils fehlende Möglichkeiten, mit günstigen Produkten Innovationen zu präsentieren seien hierfür der Grund. So soll schon 2008 ein größerer Teil des Produktangebotes, aber auch Absatz mit Platinen, im gehobenen Preisbereich stattfinden.
Die ersten Boardserien hat ASRock nun ins Produktangebot aufgenommen. Das Flaggschiff dürfte nun aktuell vom
4Core1600P35 Wifi+ dargestellt werden, allerdings hat ASRock auch einige andere Boards in dieser 4Core-Familie geführt.
Besagtes 4Core1600P35 Wifi+ besitzt, wie der Name schon verrät, einen P35-Chipsatz von Intel, gleichzeitig bietet ASRock aber offiziellen Support für kommende FSB1600-Prozessoren. Hierzu ist der Chipsatz von Intel offiziell nicht freigegeben. Dazu gesellt sich eine Wifi-Option auf der Platine umgesetzt, welche 802.11g Standards handhaben kann. Typische P35-Optionen wie Gigabit-Ethernet, HDA-Audio onboard, jede Menge USB- und SATA-Anschlüsse sind natürlich auch beim ASRock-Produkt vorhanden.
Aus Taiwan
erfährt man zudem, dass ASRock in Kürze auch beabsichtige Mainboards mit NVIDIAs nForce 650 und 680i anzubieten. ASRocks President Sterling Wu habe angegeben, dass man das Einsteiger-Geschäft bei Hauptplatinen nicht verlassen wird, dennoch erwartet man bereits 2008 einen anteiligen Absatz im Mainstream- und High-End-Geschäft der Hauptplatinen von 30%. Dabei geht Wu weiterhin von einer Absatzsteigerung von 20% für das nun laufende Jahr aus.
Natürlich bedeuten die Angebote im Mainstream- und High-End-Bereich künftig auch einen anstieg des durchschnittlichen Verkaufspreises der ASRock-Mainboards. Eine Listung der 4Core-Mainboard-Serie in unserer
Preissuchmaschine ist derzeit noch nicht erfolgt. Über die Preisgestaltung dieser Platinen kann derzeit noch nichts gesagt werden.
Dies dürfte allerdings ein ganz wesentliches Kriterium bleiben, verbinden die Anwender den Namen ASRock momentan weiter mit günstigen Mainboards aus dem Einsteigerbereich. Sollte die Preiskalkulation sich nur unwesentlich vom Mutterkonzern oder dem restlichen Mitbewerb absetzen, so dürften ASRocks Planungen nicht aufgehen.
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