Eigentlich steht DDR3–SDRAM ja schon vor der Tür und stapft mit den Füssen um sich auf den Markt zu etablieren. Und obwohl DDR3-Speicher gar von Fall zu Fall etwas mehr Performance bietet, zeigt sich der DDR2-Speicher weiterhin deutlich beliebter. Die Gründe dafür sind simple. Noch nie war DDR2-Speicher so günstig wie heute. Vergleichbarer DDR3-Speicher kostet hier ganz schnell den 10fachen Preis. Zudem bieten die Mainboardhersteller praktisch zu jedem neuen DDR3-Chipsatz auch ein Pendant mit DDR2-Support, schlicht damit ihre Produkte auch verkauft werden. So ist es letzten Endes nur plausibel, dass der potentielle Käufer auch weiterhin zu DDR2-Hardware greift.
Es zeichnet sich zudem ab, dass die JEDEC nach den bisher verabschiedeten Speicherstandards bis zu DDR2-800 nun noch einen DDR2-1066-Standard hinterher schicken wird. Bei letzteren Taktraten konnte man schon über das gesamte Jahr hinreichend Angebote der sogenannten High-End-Hersteller im Markt verzeichnen. Diese Module orientieren sich zwar an keinen verabschiedeten Standards und besitzen in aller Regel auch keine entsprechende SDP-Programmierung für DDR2-1066 (oder gar darüber), sind aber bei den Enthusiasten höchst beliebt. Wenn man vom günstigen Preis bei DDR2-Speicher spricht, so gilt das allerdings nur für die Standardware bis DDR2-800. Ab DDR2-1066 oder gar höheren Enthusiastenspeichern, muss man dann schon tiefer in
die Tasche greifen.
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